#008 Level 42 Brown Ale

Diesmal sollte es es relativ leichtes Brown Ale werden. Ursprünglich waren 42 IBUs und eine Farbe von 42 EBC geplant. Doch es kam etwas anders als geplant.

Da ich mit der Mattmill Student in den vergangenen Suden eher suboptimale Erfahrungen gemacht hatte (auflaufende zirkulierte Würze beim Maischen, Läuterprobleme), hatte ich mir eine andere Mühle mit verstellbaren Walzen besorgt. Doch scheinbar hatte ich noch nicht das richtige Gefühl für optimal geschrotetes Malz entwickelt. Obwohl es nach meiner Einschätzung gut aussah (keine ganzen Körner, weitgehend vollständige Spelzen, wenig Mehl), sah der Treber nach dem Maischen wenig ausgewaschen aus und der Nachguss ronn außerordentlich schnell durch die Maische, so dass ich gar nicht hinterher kam, ständig einen gewissen Wasserstand über der oberen Filterplatte zu erhalten. Besonders erschütternd war eine erste Extraktmessung nach dem Maischen: 2,4 °P (!). Dies stellte sich aber später als eine unerklärt gebliebene Fehlmessung heraus. Dennoch verfehlte ich mit 10,5 °P die angestrebte Stammwürze von 11,5 °P. Während des Kochens entschied ich, als Ausgleich für den geringeren Malzkörper auch die Bittere etwas zu reduzieren und verschob daher den Hopfen einer ursprünglich geplanten mittleren Tettnanger-Gabe zur Whirlpoolgabe. Die Magnum-Hauptbittergabe war aber schon drin, so dass an den 38 IBUs kein Weg mehr vorbei führte. Anyway, Bier wird’s immer. Aber ich werde beim nächsten Mal sicher einen etwas kleineren Walzenabstand einstellen.

Die zweite Neuerung bei diesem Sud sollte der Einsatz von Irish Moss zur Klärung sein. Ich gab davon 5g 15 Minuten vor Kochende in die Würze. Es kam bereits vor dem Hopfenseihen zumindest gefühlt zu einer etwas stärkeren Ausflockung. Beim Seihen durch den Kühler in den Fermenter blieb aber relativ wenig im Monofilamentfilter, dafür gab es diesmal aber einen halbwegs anständigen Trubkegel vom Whirlpool.

Im Fermenter landeten am Ende des Brautages 19 Liter, ein Liter weniger als angepeilt, aber okay für ein volles Soda-Keg. Kalthopfung war wie auch beim letzten Sud nicht geplant. Die Gärung wurde mittels Durchlaufkühler bei ca. 20 °C gehalten.

#008 Level 42 Brown Ale 2018-08-05
Ein leichtes "Session Brown Ale".
Status leer
Stil gemäß BJCP Guidelines (2015) American Brown Ale
Abgefüllte Biermenge 18,5 Liter
Gebinde 1 * 19l
Erzielte Stammwürze 10,5 °P
Gemessener Restextrakt 4,0 GG%
Alkohol 3,5 %vol
Berechnete Bittere 38 IBU
Berechnete Farbe 42 EBC        
Energiegehalt 38 kcal/100ml
Trinktemperatur 9 °C
Song zum Bier Level 42 - Starchild
Wasser / Schüttung / Maischen / Läutern 3,945 kg
geplante Brauwasser-Restalkalität 1,1 °dH
Pilsener Malz 78,7 % 3,105 kg
CARAHELL 12,0 % 0,473 kg
CARAMÜNCH II 7,6 % 0,300 kg
Röstmalz Carafa Spezial II 1,7 % 0,067 kg
Hauptguss & Einmaischen 57 °C 14,2 Liter
Eiweißrast (57°) 57 °C 5 Minuten
Maltoserast (60°-65°) 64 °C 20 Minuten
Verzuckerung (70°-75°) 73 °C 40 Minuten
Abmaischen (78°) 78 °C 5 Minuten
Nachguss 78 °C 15,5 Liter
Würzekochen 90 Minuten
Magnum, P90, Pellets, 13,2 %α, 1,0 g/l 20 g 85 Minuten
Irish Moss, 0,3 g/l 5 g 15 Minuten
Tettnanger, Pellets, 3,6 %α, 2,1 g/l 42 g Whirlpool
Berechnete Gesamtausbeute 53 %
Nachisomerisierung 5 Minuten
Würzemenge nach dem Kochen bei 20 °C 21,0 Liter
Gärung
Ausschlag- und Anstellmenge 19,0 Liter
Mangrove Jack's Empire Ale M15 1 Päckchen
Hauptgärung 20 °C 6 Tage
Nachgärung 20 °C
Scheinbarer Endvergärungsgrad 62 %
Abfüllung 2018-08-11
Gebinde 1 * 19l
Geplante Karbonisierung 4,0 g/l
geplante Reifezeit 5 Wochen
Metadaten
BrauartAll Grain
Software / DatenquelleKleiner Brauhelfer
EquipmentNeue Brauanlage
Letztes Update2019-03-29

Update: Nach 4 Tagen in der Gärung befinden sich sehr grobe Eiweißklumpen im Jungbier, das bei 4,5 GG% nur noch langsam weiter gärt. Wenn das Zeug nicht noch deutlich sedimentiert, werde ich wohl mit einem Filter ins Fass umschlauchen müssen.

Update: Am 23. und 24. August hängt das Keg mal für zwei, drei Gläser an der Zapfanlage. Das leichte Ale ist tatsächlich deutlich klarer als Bisherige, insbesondere nach so kurzer Zeit. In der Nase etwas Karamell, im Mund und retronasal malzröstig nach dunklem Brot, süßlich, aber im Nachtrunk eine angemessene Bittere. Es könnte vollmundiger sein, aber für schlanke 3,5 %vol bin ich sehr zufrieden. Mit etwas mehr Zeit der Reifung wird es vielleicht auch noch etwas runder.

Update: Nach gut drei Wochen finde ich dieses “Session Brown Ale” richtig lecker. Ich bin tatsächlich sehr zufrieden.

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