#021 Centennial SHIPA

Meine Kollegen und Freunde von Cotech, ein Startup und Spin-Off des IBR, feiern Ende April Ihren Abschied von der TU Braunschweig. Dieses flüssige Geschenk soll ihn uns “versüßen”.

Mit Blick auf meine noch vorrätigen Zutaten soll es ein Single Hop IPA mit Centennial Hopfen werden, der als blumig und zitrusartig gilt. Den geplanten 50 Bittereinheiten setze ich eine Schüttung mit CaraWheat, Weizenflocken und CaraPils für Körper und Mundgefühl, sowie eine mäßig vergärende Hefe entgegen.

Nach der Gärung habe ich tatsächlich einen recht hohen Restextrakt gemessen, so dass das Ale schließlich außerhalb der typischen IPA-Parameter liegt.

#021 Centennial SHIPA 2019-04-05
Ein Centennial Single-Hop IPA für die Jungs von Cotech zu Ihrem Abschied aus dem IBR Ende April.
Status in Reifung
Stil gemäß BJCP Guidelines (2015) American IPA
Abgefüllte Biermenge 19,0 Liter
Gebinde 1 * 19l (Keg #2)
Erzielte Stammwürze 14,9 °P
Gemessener Restextrakt 5,5 GG%
Alkohol 5,2 %vol
Berechnete Bittere 50 IBU
Berechnete Farbe 24 EBC        
Energiegehalt 56 kcal/100ml
Trinktemperatur 8 °C
Song zum Bier Spliff - Computer sind doof
Schüttung / Maischen 6,252 kg
Pale Ale Malz 55,0 % 3,438 kg
Münchner Malz 25,0 % 1,563 kg
Weizenflocken, ungeschrotet 10,0 % 0,625 kg
CARAWHEAT 5,0 % 0,313 kg
BEST Caramel Pils 5,0 % 0,313 kg
geplante Brauwasser-Restalkalität 1,1 °dH
Maische pH-Wert 5,5
Hauptguss & Einmaischen 64 °C 20,6 Liter
Maltoserast (60°-65°) 64 °C 40 Minuten
Verzuckerung (70°-75°) 73 °C 25 Minuten
Abmaischen (78°) 78 °C 10 Minuten
Nachguss 78 °C 13,0 Liter
Würzekochen 90 Minuten
Centennial, 2017, Pellets, 8,7 %α, 2,1 g/l 46 g 90 Minuten
Centennial, 2017, Pellets, 8,7 %α, 0,5 g/l 10 g 15 Minuten
Centennial, 2017, Pellets, 8,7 %α, 0,5 g/l 10 g Kochende
Hefenahrung, 0,2 g/l 5 g 10 Minuten
Irish Moss, 0,2 g/l 5 g 10 Minuten
Berechnete Gesamtausbeute 53 %
Nachisomerisierung 5 Minuten
Würzemenge nach dem Kochen bei 20 °C 22,6 Liter
Gärung 10 Tage
Ausschlag- und Anstellmenge 21,0 Liter
Fermentis SafAle S-33 1 Päckchen
Hauptgärung 20 °C 10 Tage
Centennial, 2017, Pellets, 1,6 g/l 35 g 4 Tage
Nachgärung 20 °C
Scheinbarer Endvergärungsgrad 63 %
Abfüllung 2019-04-15
Gebinde 1 * 19l (Keg #2)
Geplante Karbonisierung 4,5 g/l CO2
geplante Reifezeit 3 Wochen
Metadaten
BrauerFrank
Software / DatenquelleKleiner Brauhelfer
EquipmentNeue Brauanlage
Letztes Update2019-04-19
Wenn dieser Eimer voll ist und noch mehr in die Schüttung kommt, ist mit einer hohen Stammwürze zu rechnen.
Zum ersten Mal für mich ist Flaked Wheat am Start. Ich erhoffe mir ein weiches, volles Mundgefühl.
100g Centennial sind für 20 Liter IPA nicht gerade zu viel, aber es sollte trotzdem gut funktionieren. Die Gärung übernimmt eine S33, die nicht allzu hoch vergärt und so für etwas Restsüße und Körper im Zusammenspiel mit der erwarteten Bittere von 50 IBU sorgen sollte.
50 IBUs für die Bittere.

Das Maischen verläuft gut: Wenig feste Bestandteile werden auf die Oberfläche gefördert, wo sie verbleiben. Der Überlauf bleibt unbenötigt. Die Farbe lässt sich bereits erahnen.
Eine erste Jodprobe nach Beginn der 73°C-Rast ist bereits negativ. Die Stärke der Schüttung ist also bereits vollständig zu verschiedenen Zuckern umgebaut.
Der Maische-pH-Wert von 5,5 ist ideal.
So einfach kann das Läutern mit dem Grainfather sein: Malzrohr hochziehen, Vorderwürze ablaufen lassen und Nachguss oben aufgießen. Währenddessen heizt unten der Kessel schon in Richtung 99 °C.
So sieht der Treberkuchen nach dem Läutern aus. Futter für die Hühner meiner Nachbarn.
Kurz vor Kochbeginn bei 99°C sind ca. 28 Liter Würze in der Pfanne. Mit dem Kleinen Brauhelfer wurden 27,7 Liter berechnet, das passt also recht gut.
Eine kleine Menge habe ich in einen Standzylinder abgenommen, um den Extraktgehalt vor dem Kochen zu messen. Das mache ich sonst nicht immer. Zu diesem Zeitpunkt ist die Würze aber noch zu heiß, denn ich habe nur eine Würzespindel, die auf 20 °C geeicht ist und bei so hohen Temperaturen ohnehin Schaden nehmen würde…
Also fix herunter kühlen. 🙂
12,7 °P, erwartet werden laut KBH 12,7 °P. Das halte ich für akzeptabel.
46g Centennial als Bitterhopfung bei Kochbeginn…
Da die Pfanne recht voll ist, muss der entstehende Schaum bei Gabe der Bitterhopfung fix eingerührt werden.
Nach der Kochzeit von 90 Minuten sind bei ca. 98°C noch 23,5 Liter im Kessel.
Der Gegenstromkühler kühlt die Würze im Kessel zunächst auf ca. 85 °C herunter. So bleibt die mehr oder weniger unkontrollierte Nachisomerisierung gering und die Aromaausbeute des Flameout-Hopfen vermutlich höher.
Bei ca. 85 °C stelle ich dann für fünf Minuten einen Whirlpool an und lasse ihn 15 Minuten zur Ruhe kommen.
Anschließend wird die Würze durch den Gegenstromkühler in den Fermenter gepumpt. Im Bild nicht sichtlbar hängt im Fermenter ein Monofilamentfilter, durch den die Würze läuft und der so noch Hopfenreste zurück hält.
Der Kühler leistet ganze Arbeit. 18 °C sind ideal zum anschließenden Anstellen der S33 Hefe.
Im Fermenter befinden sich bei Anstelltemperatur 21 Liter Würze mit einer Stammwürze von 15 °P, etwas weniger als angepeilt, aber okay.
Nun wird die Würze belüftet, um der Hefe nach Anstellen mehr Sauerstoff verfügbar zu machen.
…und schließlich wird die Hefe angestellt. Ich verzichte meist auf eine Rehydrierung. Dies ist besonders einfach und entspricht sogar neuesten Erkenntnissen von Fermentis.
Nach 20 Stunden ist die Gärung angekommen.

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