Zwangskarbonisierung

Wenn ein Bier nach der Kegabfüllung schnell an den Hahn kommen soll, kann man das Aufkarbonisieren mit einem Kniff stark beschleunigen.

Das Zwangskarbonisieren mit CO2 aus der Flasche ist uns Hobbybrauern vorbehalten. Deutsche gewerbliche Brauer dürfen hierzu nur Gärungskohlensäure verwenden. Wenn ich es mal eilig habe, mache ich es so:

  • Das Bier muss möglichst kalt sein, um gut das CO2 aufzunehmen. Wenn es vor der Abfüllung im Cold Crash war, kann ich die Zwangskarbonisierung direkt nach der Abfüllung vornehmen.
  • Ich schließe die CO2-Leitung an und stelle den Druck auf einen hohen Wert von ca. 3 bar ein.
  • Ich lege das Keg mit dem Gasanschluss nach oben auf die Seite. So wird die Flüssigkeitsoberfläche im Keg, auf die das Gas unter Druck einwirken kann, vergrößert.
  • Ich schaukle das Keg mit dem Fuß für 3 bis 5 Minuten leicht hin und her. Man hört ein deutliches Säuseln.

Manchmal ist auch der Tipp zu lesen, das Gas über die Bierleitung des normal stehenden Kegs anzuschließen und so das Gas durch das lange Steigrohr von unten durch’s Bier zu schicken. Das habe ich noch nicht ausprobiert. Hier wäre besonders wichtig, immer darauf zu achten, dass er Druck im Gasschlauch vor Verbinden des NC-Adapters schon höher als der im Keg ist, um einen Rückschlag des Bieres in die Gasleitung und im schlimmsten Fall bis zum Druckminderer zu verhindern.

Nach der Zwangskarbonisierung kann ich dann ggf. das Keg gleich in meinem Keggerator anschließen und weiterhin am CO2 mit erhöhtem Druck angeschlossen lassen. Am selben Abend kann ich dann das erste Bier zapfen.

Das Ganze macht insbesondere bei mit Kveik vergorenen Bieren Sinn, die keine lange Reifezeit benötigen.

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